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Das Schwarze Stundenbuch M. 493 - weltweit einzigartige Ausstattung
Alle 121 Pergamentfolios sind schwarz gefärbt, der Text ist durchgehend mit Silbertinte geschrieben. Einzigartige AusstattungDie Ausstattung des Schwarzen Stundenbuchs ist weltweit einzigartig: Auf mehr als der Hälfte der Folios finden sich breite, mit strahlendem Blau grundierte Bordüren. Die darin gestalteten Ornamente - Akanthusblätter, in denen wir zahlreiche Drolerien entdeckensind ganz in Gold gehalten. Smaragdgrün und BlattgoldZusätzlich wurden die Kapitelanfänge mit Rubriken aus Goldtinte hervorgehoben. Besonders prächtig sind auch die über dreißig mehrzeiligen Blattgoldinitialen auf smaragdgrünem Grund, welche die Textblöcke gliedern. Miniaturen zu Ehren MariensAlle Gebetszyklen werden durch ganzseitige Miniaturen eingeleitet, doch allein das Marien-Offizium ist mit acht goldglänzenden Miniaturen geschmückt. Das Schwarze Stundenbuch aus der Pierpont Morgan Library ist das einzige, in dem der königliche Dreiklang Schwarz-Gold-Silber um die Noten Blau und Smaragdgrün bereichert worden ist. Die prachtvollen blau-goldenen Bordüren, die Blattgoldinitialen und der glänzend gebliebene schwarze Hintergrund verleihen der Handschrift eine farbenprächtige und feierliche Ausstrahlung. Es ist die strahlendste der schwarzen Handschriften, die weltweit noch in Buchform erhalten sind. Brügge - das Zentrum der BuchmalereiEs ist kein Zufall. daß das Schwarze Stundenbuch im Umkreis Willem Vrelants in Brügge entstand. Diese Stadt war im 15. Jahrhundert eine der wichtigsten Handelsmetropolen Europas und durch ihre Weltoffenheit auch ein Zentrum des Kunstschaffens und der Buchmalerei. Der Hafen und eine liberale Gesetzgebung hatten Brügge zu einer geschäftigen Drehscheibe anwachsen lassen. Alle international tätigen Handelshäuser hatten ihre Kontore in Brügge. Aus zeitgenössischen Reiseberichten erfährt man, daß es auf den Märkten alle in der damaligen Welt bekannten Güter und Luxusartikel zu kaufen gab: venezianische Seiden, englisches Tuch, spanische Weine. Stadt der KünstlerDer Ruf einer Stadt. in der sogar das Seltenste und Kostbarste zu finden war, zog auch viele Kunstliebhaber an, die durch ihre anspruchsvollen Aufträge - Altäre, aufwendige Portraits, Wandteppiche - die Kultur und das Kunsthandwerk stimulierten. Außer Vrelant waren auch Jan van Eyke, Philippe de Mazerolles und Simon Bening in Brügg tätig. Sie alle trugen zum außerordentlichen Ruf der Brügger Buchmalerei bei. Nur in Brügge hatte man im 15. Jahrhundert das Wissen, um eine der größten Seltenheiten der Buchmalerei herzustellen: schwarze Handschriften. Reichste Ausstattung in Gold und SilberDas Schwarze Stundenbuch der Pierpont Morgan Library war wie die Purpurhandschriften früherer Jahrhunderte ein Luxusproduckt allerersten Ranges. Nur wenige Handschriften wurden auf schwarzem Pergament gefertigt, da die Herstellung sehr aufwendig und kostbar war.Zuerst wurde das Pergament in eine Eisen-Kupfer-Lösung eingetaucht, um die schwarze Färbung zu erhalten. Anschließend wurde es bemalt. Für die Schrift kamen außer Bleiweiß nur Goldoder Silbertinte in Frage! Solche Kostbarkeiten wie die schwarzen Handschriften waren deshalb äußerst selten und wurden nur von hochrangigen Persönlichkeiten, wie zum Beispiel den burgundischen Herzögen, bestellt. Vom Zerfall bedrohtDas Bad in schwarzer Farbe hatte einen schwerwiegenden Nachteil: Die Farbe ließ das Pergament auf die Dauer spröde und brüchig werden. Von den noch erhaltenen Pergamenthandschriften mußten bereits zwei auseinandergenommen und Blatt für Blatt hinter Glas montiert werden.Die Faksimile-Edition Eine Kostbarkeit in limitierter AuflageDas Faksimile eröffnet eine Welt, die bisher nur wenigen Wissenschaftlern zugänglich war. Aufgrund der Faksimilierung kann das Schwarze Stundenbuch jetzt weiter erforscht werden, ohne daß Gefahr besteht, daß es des gleiche Schicksal erleidet wie die anderen schwarzen Handschriften. Das Schwarze Stundenbuch M. 493. aufbewahrt in der Pierpont Morgan Library in New York, wird im Originalformat von ca. 17 x 12 cm faksimiliert. Alle 242 Seiten mit dem 14 vollminiaturen werden detailgetreu wieder gegeben - Der Bucheinband der Faksimile-Edition besteht aus schwarzem Samt, verziert mit Vergoldeten Knöpfen und einer Vergoldeten Schließe. Damit hat der Faksimile Verlag Luzern in Übereinstimmung mit der Pierpont Morgan Library der Handschrift wieder einen ihrer feierlichen Ausstrahlung entsprechenden Einband verliehen, der den aktuellen Schutzeinband aus dem 20. Jahrhundert ersetzt. Der wissenschaftliche KommentarbandDer wissenschaftliche Kommentarband wird von Bernard Bousmanne. Leiter der Handschriftenabteilung der Bibliothèque Royale Albert 1er in Brüssel und William Voelkle, Kurator an der Pierpont Morgan Library in New York, verfaßt. Er wird sich u.a. der Frage nach dem bisher umstrittenen Maler der Handschrift M. 493 annehmen. Faksimileband und Kommentarband werden in einem schützenden Acrylschuber geliefert. Die Dokumentationsmappe enthält zwei faksimilierte Blätter im Originalformat und eine 14 seitige Informationsbroschüre - $US75. |
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