|
![]() |
![[Picture]](cortesia.jpg)
# |
Die Tatsache, daß eine der drei Handschriften noch dazu nur als Fragment überdauert hatte, macht die beiden anderen umso kostbarer. Alle drei Manuskripte befinden sich in Europa und werden nach den Orten ihrer Aufbewahrung die Dresdener, die Pariser und die Madrider Maya-Handschrift bezeichnet. Die Madrider Handschrift, die der Spätzeit der Maya-Kultur zugeschrieben wird, erlaubt Einblicke in das religiöse Leben der Maya-Indianer und stellt in kulturhistorischer Sicht eine Quelle besonderer Art dar. Die Götter erscheinen in diesem rituellen Zauberbuch in derb-grotesker Zeichnung dargestellt. Dieses Buch wird einem Priester die Grundlage für seine astrologischen Weissagungen geboten haben. Als agrarischer Almanach konnten nach ihm die besten Saat- und Erntedaten fixiert und der Zeitpunkt für gewisse Opferrituale gefunden werden, wozu man besondere Gruppierungen im Rahmen des heiligen 260tägigen Jahres (Tzolkin) vorzunehmen hatte.
Ein wissenshaftlicher Kommentar, der von F. Sauer und |
# |
# |
