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Danach beginnt das Perikopenbuch mit elf ganzseitigen Miniaturen und zwölf Prunkinitialen, die zu Beginn der Festtagslesungen einander gegenüberstehen. Den Festtagscharakter des Buches unterstreichen auch die auf Purpurgrund gestellten Initialen zu den einzelnen Lesungen. Insbesondere deren orange Füllungen tragen zu jener Farbkraft bei, die für die ottonische Buchmalerei der Reichenau als typisch gelten kann. Diese einzigartige Handschrift wird in der Literatur – wohl aufgrund ihres abgelegenen Aufbewahrungsortes – nur selten, dann aber mit höchster Wertschätzung erwähnt. Ihre 42 strahlenden Goldminiaturen und -initialen gehören zum Schönsten, was die ottonische Kunst hervorzubringen imstande war. Das monumentale Festtagsevangelistar dokumentiert die ästhetische Qualität der Reichenauer Buchmalerei auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung. Der wissenschaftliche Kommentarband erläutert alle Miniaturen und ordnet die Handschrift gut lesbar in den historischen und kunsthistorischen Kontext ein. |
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