|
![]() |
![[Picture]](theo.jpg)
# |
In strahlender Goldschrift erscheint der Text auf kunstvoll ornamentiertem Grund, auf feierlichem Indigo und über purpurroten Medaillons mit den Binnenzeichnungen byzantinisch geprägter Tiersymbole - umrahmt von einer fein verzierten Goldleiste. Die Urkunde dokumentiert die Vermählung der griechischen Prinzessin Theophanu (955-990), Nichte des byzantinischen Kaisers Johannes I. Tzimiskes, mit dem gleichaltrigen sächsischen Thronfolger und römischen Mitkaiser Otto II. Am 14. April 972 vollzog Papst Johannes XIII. die Trauung in der Peterskirche zu Rom. Es war ein glanzvoller Höhepunkt der Geschichte west-östlicher Beziehungen. Die einzig erhaltene Niederschrift des ehrwürdigen Dokuments ist diese Pracht-rolle, die der kaiserlichen Braut wohl in Rom bei den Hochzeitsfeierlichkeiten überreicht wurde. Das kostbare Dokument blieb 800 Jahre in der Obhut des Stiftes Gandersheim und befindet sich heute im Niedersächsischen Staatsarchiv zu Wolfenbüttel. Nur zu außerordentlichen Anlässen wird sie aus ihrerüberdeckten Glasvitrine hervorgeholt: ein unersetzbares, zerbrechliches Stück großer Geschichte. Der Text ist nach westlichen und östlichen Hoftraditionen gestaltet. Die Bildelemente einhalten über das Ornamentale hinaus geheimnisvolle Symbole. Jeweils zwei gegenständig angeordnete Tierpaare erscheinen über- und ebeneinander in den Vierergruppen roter, umperlter Doppelkreise; es sind phantastische, greifenartige Mischwesen über Hirschkühen und Löwen über Rindern. Auflage 850 Exemplare. Format 450x1450mm. Die Lieferung erfolgt in versandsicherer Rahmenverpackung: lose zwischen Holzplatte und Acrylglas. Einführung mit Transkription und Übersetzung des Urkundentextes von Dieter Matthes. |
# |
# |
